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Andreas Kranz im Interview

Der Kranz fragt den Kranz. Ein Selbstgespräch mit intimen Details aus einem Youtuber-Leben. Und die Antwort auf die Frage, warum er fast 5 Jahre keine Tutorials veröffentlich hat…

November 2020

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Ich, Andreas Kranz habe Andreas Kranz getroffen. In Zeiten von Corona die wohl sicherste Art, ein Interview zu führen…

Wie bist du zur Fotografie gekommen?

Ich fotografierte schon als Kind. Damals durfte ich ab und an die Kamera meines Vaters nutzen. Eine Ricoh Spiegelreflexkamera mit 35 und 50 mm Objektiven. Verpackt in einem braunen Lederetui. Natürlich auf Film. Digital gab´s nicht. Die Filme wurden nach den Urlauben zum örtlichen EDEKA-Markt gebracht, der auch einen AGFA-Entwicklungsservice hatte. Nach ein paar Tagen waren die Bilder entwickelt, und man ärgerte sich über jedes einzelne fehlbelichtete Foto…

Meine eigene Kamera bekam ich zur Kommunion. Eine einfache Poket-Kamera. Welche Marke, weis ich nicht mehr so genau. 

Die erste digitale Kamera war dann deutlich später eine kleine Panasonic…

Alles nur Hobby. Wann kam dann die erste digitale Spiegelreflex?

Das ist in der Tat noch gar nicht so lange her: 2005! Ich arbeitete Damals als Leiter der Abteilung für Digitaldruck und Werbetechnik bei einem internationalen Messebauer. Mein Kollege fotografiere mit einer Nikon und brachte mich zurück zur Fotografie. Mein Traum war damals die Canon 5D  allerdings gebraucht immer noch 1.300 Euro teuer. 

Ich begann mich mit den Unterschieden der Sensoren zu beschäftigen. Und wollte unbedingt eine Vollformatkamera. Heute würde ich das keinem Anfänger mehr raten… aber wenn ich etwas kaufte, musste es auch das richtige sein. Für lange Zeit. 

Sony brachte damals die allererste a7 auf den Markt. für unter 1.200 Euro. Da schlug ich zu. Trotz Kritik am Autofokus und Lächeln von gestandenen Fotografen. Damals galt die a7 als Untauglich, zu klein, unprofessionell. Aber sie machte verdammt gute Bilder – wenn der Autofokus nicht wäre. 

Mit einem Comlite-Adapter konnte ich Canon-Objektive verwenden. Die Auswahl an Sony-Objektiven war damals schlicht nicht vorhanden.

Wie ging´s weiter?

Nun, wenn ich mich für etwa interessiere, dann auch richtig. Ich habe Bücher gewälzt, das Internet durchforstet und hunderte Youtube-Videos gesehen. Ich wollte alles Wissen, um gute Fotos zu machen. Meinen Kollege und mich traf man nur noch mit Kamera an. Waren wir beruflich unterwegs, nutzten wir die Zeit nach der Arbeit auf der Messe, um zu fotografieren.

Technikbesessen?

Damals ja. Meine Bilder waren geprägt von Technik. Ich wollte Bilder machen, für die es besondere technische Lösungen bedarf. Ich kaufte Zubehör, probierte es aus, verkaufte es wieder. Fotografie kann ein teures Hobby sein! 

Heute bin ich anders. Technik muss ins Budget passen und mir bei meinen Fotos weiterhelfen. Zuletzt stand ich beispielsweise beim Kauf eines 70-200/2.8 vor der Frage: Original Sony oder Tamron? Nach einiger Recherche lag die Antwort auf der Hand. Es sit das halb so teure und vor allem halb so schwere Tamron geworden. Ich habe den Kauf keinen Tag bereut.  Noch vor 3 Jahren kam nur das Beste in Frage. Doch das schwere Sony würde ich nur selten mitschleppen. 

Technik ist wichtig, macht aber noch lange kein gutes Bild. Das weis ich heute.

Und dennoch fotografierst du heute mit der A7RIV mit 60 MP...

Ja, in der Tat. Ich liebe diese Kamera, und hab einiges verkaufen müssen, um sie mir zu leisten. 60 MP braucht kein normaler Mensch. Sie haben aber den Vorteil, dass man ordentlich croppen kann, ohne zu wenig Pixel zu haben. 

Das ist ein Stück Faulheit, oder?

Richtig. Faulheit und der Ausgleich für schlechtes Fotografieren. Soll nicht heißen, dass ich schlechte Fotos mache, aber die Kamera verzeiht enorm viel. Auf den früher noch verrissenen Viewfinder will ich genauso wenig verzichten wie auf den Autofokus. Aber nochmal: ich würde keinem Anfänger zu einer so teuren Kamera raten. Heute kann man praktisch jede Kamera kaufen und gute Fotos damit machen. Nur auf den Hersteller sollte man sich festlegen, und dann nach und nach in gute Objektive investieren. 

Noch mal zurück zum Anfang. Wie kam es, dass du mit Youtube-Videos angefangen hast?

Ich mag es, Wissen zu vermitteln. Umgekehrt habe ich kaum gute Youtuber gefunden, die mir das Fotografieren und Nachbearbeiten gut verständlich erklärten. Lightroom war neu für mich. Aber es gab keinen chronologischen Kurs dazu. Also habe ich angefangen, Videos zu erstellen. Anfangs zum Thema Lightroom, dann zu den Sony-Kameras, nachdem ich mich tagelang durch die schlechte Bedienungsanleitung geschlagen habe. Tatsächlich sind die Tutorials zum Menü der Sony E-Mount Kameras noch heute ein Renner, wenn auch das Menü bei den neuen anders aussieht.

Ein zweiter Anlass war, dass ich tausende Bilder hatte, die aber niemandem zeigen konnte. Social-Media wurde plötzlich ein Thema, mit dem ich mich zuvor nie beschäftigt hatte. 

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Andreas Kranz im Interview

von: Andreas Kranz
Der Kranz fragt den Kranz. Ein Selbstgespräch mit intimen Details aus einem Youtuber-Leben. Und die Antwort auf die Frage, warum er fast 5 Jahre keine Tutorials veröffentlich hat......

Der Autor

Andreas Kranz

Andreas Kranz ist Fotograf, Filmemacher, Bildbearbeiter, Webdesigner und Youtuber. In seinen Videos erklärt er verständlich und mit ein wenig rheinischem Humor das Fotografieren und die Bildbearbeitung in Lightroom und Photoshop.

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